Unser Sportclub - Chronik
Vor nunmehr 50 Jahren, am
16.11.1961,
fanden sich zehn Kegelkameraden zusammen um im Keglerheim des
KV Riederwald den Kegelclub Eintracht 61 zu gründen. Als erfreulich darf bemerkt
werden, dass die Gründungsmitglieder Günter Fleischmann und
Hans-Peter Müller dem Club bis
heute
die Treue gehalten haben. Als Clubfarben wählten die Clubgründer rot/weiß. Zum
ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung
Hans Kloos.
Seit dieser Zeit geht der Club seinen Weg, wobei er sich über viele sportliche
Erfolge und schöne gesellschaftliche Ereignisse freuen konnte. Es mussten aber
auch schwere Zeiten überwunden werden. Eine verhältnismäßig kleine Gemeinschaft
zusammen zu halten und Rückschläge zu überwinden, ist nur unter Freunden
möglich.
Noch im selben Jahr wurde der Spielbetrieb aufgenommen. In den Jahren 1961 bis
1964 wurde Peter Müller drei Mal Jugendmeister des KV Riederwald, somit hatte er
sich für die hessischen Jugendmeisterschaften qualifiziert. Dort konnte er sich
für die Deutsche Jugendmeisterschaft mit den Plätzen zwei, drei und vier
qualifizieren. Im Jahr 1964 wurde Peter Müller hessischer Jugendmeister und
erreichte auch bei den deutschen Meisterschaften seine beste Platzierung.
In der Saison 1964/65 trat Eintracht 61 als erster Club im KV Riederwald mit
farbigen Trikots an und bricht somit eine Tradition.
1968/69 ist ein besonders wichtiges Jahr. Der HKV beschließt ab der Saison
1969/70 eine Neuregelung im Spielbetrieb. Erstmals werden Spielklassen auf
Hessenebene gebildet. Aus dem KV Riederwald qualifizieren sich die ersten vier
Mannschaften. Am Ende der Runde wurde der vierte. Platz belegt, allerdings
punktgleich mit dem Club Grün-Rot-Weiß. Somit war ein Entscheidungsspiel
notwendig, welches mit zwei Holz verloren ging.
1975/76 wurde der Spielbetrieb auf Vereinsebene eingestellt und alle Clubs auf
Hessenebene eingeteilt. Ab der Saison 1976/77 spielten wir in der B-Klasse des
Bezirks 8.
1979/80 erfolgte der Umzug auf die neu gebauten Kegelbahnen des KV
Frankfurt
und noch in derselben Saison konnte der Aufstieg in die A-Klasse des Bezirks 1
gefeiert werden. Am 25.10.1980
gewinnt die erste Mannschaft ein Pflichtspiel mit dem Rekordergebnis von 2539
Holz.
1984/85 begaben wir uns wieder in die gewohnte Umgebung des KV Riederwald zurück
und wurden dort in die A-Klasse des Bezirks 2 eingeteilt.
Nach achtjähriger Zugehörigkeit zur A-Klasse folgte im Spieljahr darauf ein
sportlicher Tiefpunkt: Der Abstieg in die B-Klasse in der Saison 1988/89.
In
der Saison 1991/92 gelang der lang ersehnte Wiederaufstieg als Meister in die
A-Klasse.
Weitere sechs Jahre später gelang, als Vizemeister, der Aufstieg in die
Bezirksliga und wir erreichten dort gleich in der ersten Saison einen guten
dritten. Platz.
In
der Saison 1999/2000 gelang uns der bis dahin sportlich größte Erfolg der
Clubgeschichte. Als Meister der Bezirksliga, mit 30:6 Punkten, konnten wir den
Aufstieg in die Gruppenliga feiern.
Nach
der Hinrunde der Saison 2000/01 wurde mit 8:10 Punkten ein gesicherter Platz im
Mittelfeld belegt. Für die Rückrunde hatten wir uns vorgenommen, die fehlenden
Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Nach einer Serie mit fünf Niederlagen
konnte am 17. Spieltag der entscheidende Sieg im Spiel gegen Kolping
Fulda
gefeiert werden. Für die neue Saison hatten wir uns vorgenommen, es nicht mehr
bis zum letzten Spiel so spannend zu machen.
Die
Saison 2001/02 wurde so begonnen wie die alte endete, nämlich mit zwei
Niederlagen. Am dritten Spieltag gewannen wir glücklich mit zwei Holz gegen
Offenbach. Dies sollte die Wende für eine recht erfolgreiche Saison sein. In der
ersten Pokalrunde auf Landesebene besiegten wir die Regionalligamannschaft von
Meteor Mörfelden und in der Punktrunde belegten wir einen guten vierten Platz.
Im Pokal musste gegen den späteren Hessenliga Aufsteiger GK
Hanau
eine deutliche Niederlage hingenommen werden. Das Jahr 2002 begann leider
traurig mit dem plötzlichen Tod von Antun Juric. Sportlich sollte es erfolgreich
weitergehen, so dass am Ende der Saison der dritte Platz in der Gruppenliga
belegt wurde.
In
einer tollen Saisonvorbereitung 2002/03 wurden Spiele gegen „Bindlach“
(Bayernliga), „Plankstadt“
(Badenliga) und den mehrmaligen deutschen Meister und Weltpokalsieger „VKC
Eppelheim“
gespielt. Nach dem wir uns in diesen Spielen das nötige Selbstvertrauen für die
anstehende Runde holten, wurde gleich am ersten Spieltag ein neuer
Heimclubrekord gegen „Hösbach“
gespielt. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch
niemand ahnen welch spannende Saison dies werden sollte. Der Heimrekord
wurde auf 5427 Holz verbessert und nach dem 11. Spieltag standen wir mit zwei
weiteren Mannschaften bei je 20:2 Punkten an der Tabellenspitze. Nach elf
Spielen ohne Niederlage gab es am 16. Spieltag in Oberafferbach die zweite
Niederlage der Saison und somit waren wir mit Großwelzheim punktgleich, die wir
am 13. Spieltag in einem der, bis dahin, besten Spiele in der Geschichte der
Eintracht 61 mit 282 Holz besiegten. Somit musste die Entscheidung über den
Aufstieg in die Regionalliga am letzten Spieltag in Hainhausen fallen. Dort
siegten wir mit neuem Bahnrekord was gleichzeitig die Meisterschaft in der
Gruppenliga bedeutete.
Mit dem Aufstieg in die Regionalliga 2003/04 betraten wir in der darauf
folgenden Saison Neuland. Nach einer durchwachsenen Saison, mit vielen Tiefs,
stand am letzten Spieltag der Abstieg in die Gruppenliga fest.
Mit
neuem Tatendrang ging es in die Saison 2004/05. Der unglückliche Abstieg des
Vorjahres gehörte schnell der Vergangenheit an, unser Saisonziel war der
sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga. Nach einem guten Start mit 6:0
Punkten bekam das Vorhaben doch einen kleinen Durchhänger und wir rutschten
zwischenzeitlich auf den siebten Platz ab. Doch in einem famosen Endspurt, mit
sieben Siegen
in Folge, erreichten wir hinter Oberafferbach noch den zweiten Platz. Dieser
zweite Platz berechtigte zu den Aufstiegsspielen in
Wiesbaden,
die durch die Neueinteilung der Bundesligen nötig wurden. Dort trafen wir auf
Sulzbach
und die beiden Clubs von „SVS“ und „TUS Griesheim“. Nach zwei Durchgängen
belegten wir in Wiesbaden
den
zweiten Platz, mit einer spontanen Feier konnten wir die Rückkehr in die
Regionalliga feiern.
In einer sehr spannenden Saison 2006/07 konnten wir uns gegenüber SVS
Griesheim durchsetzen und belegten am
Saisonende mit 26:10 Punkten den ersten Platz. Damit verbunden war der Aufstieg
in die Hessenliga und der bis dahin sportliche Höhepunkt in unserer
Clubgeschichte.
Der absolute sportliche Höhepunkt in unserer Clubgeschichte ist der Gewinn der
hessischen Vizemeisterschaft, in der Saison 2009/10. Damit wurden alle
bisherigen Erfolge übertroffen.
Seit
seiner Gründung absolvierte der Kegelclub
Es
ist sicher unumstritten, dass sowohl der sportliche als auch der gesellige Teil
des Vereinslebens eine sehr wichtige Rolle spielt. Dies ist die Basis für das
langjährige Fortbestehen des Clubs. Aus dieser Erkenntnis heraus ist man stets
bemüht, den Mitgliedern neben dem sportlichen Anreiz auch noch andere Gründe zu
geben, dem Club die Treue zu halten. Wir möchten ein Zugehörigkeitsgefühl
vermitteln und jedem Mitglied zeigen, dass er uneingeschränkt und vollwertig
dazugehört. Wie geht das besser als durch die Veranstaltung von Feierlichkeiten
und Ausflügen aller Art. Gerne erinnern wir uns an Fahrten in den
Spessart,
Odenwald und Schwarzwald, an Touren in den Harz, Thüringen und Sachsen.
Oft waren diese Ausflüge auch mit Freundschaftsspielen mit den Kegelclubs der
betreffenden Orte verbunden. Dies brachte immer viel Spaß, besonders in
Erwartung der anschließenden Siegesfeier. Egal ob gewonnen oder verloren wurde,
es ging ja schließlich nur um den Spaß an der Freude.
Diesen Ausflügen in die nähere Umgebung folgten auch welche mit weiter
gesteckten Zielen. Einmal ging es nach Paris, ein anderes mal ins Tiroler Land
nach Obsteig oder an den Plattensee nach Ungarn. Ein besonderes Erlebnis war
auch der Besuch in Göteborg oder anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Flug
nach Mallorca. Auf besondere Feierlichkeiten anlässlich des 40-jährigen
Jubiläums wurde verzichtet, stattdessen organisierten wir einen Ausflug nach
Istanbul.
Die
vorangegangene Schilderung spiegelt sicherlich nur einen bescheidenen Teil
dessen wieder, was in den 50 Jahren an Erfreulichem erlebt werden durfte. Es
macht aber auch deutlich, welchen Stellenwert diese Unternehmungen haben, wie
die Kameradschaft und die Geselligkeit gepflegt werden und damit nicht zuletzt
auch der Kegelsport gefördert wird.
Die
in Kurzform aufgezeigte Clubgeschichte erhebt nicht den Anspruch lückenlos zu
sein. Sie kann diesen Anspruch schon deshalb nicht leisten, da manches in der
Clubchronik nicht festgehalten wurde. Wir haben uns trotzdem bemüht, das
Wesentliche zu erfassen um unseren Club vorzustellen.
Vorstand
Eintracht 61
| 1. Vorsitzender | Horst Blissing |
| 2. Vorsitzender | Reinhold Sellmann |
| Sportwart | Rolf Sälzer |
| Schriftführer | Frank Rothhaupt |
| Kassierer | Peter Kremer |